Dienstag, 20. November 2012

...einmal URLAUB und zurück...);

Hallo und Herzlich Willkommen bei Stephanus-Reisen-Südafrika...(;
Heute möchten wir ihnen den malierischen Kur- und Ferienort "Hermanus" vorstellen.
Wir werden versuchen sie mit Bildern und beschönigten Argumenten dazu zu bringen, einen überteuerten Urlaub in dieser kleinen Stadt an der Westküste Südafrikas zu buchen.
Wir werden sie komplett übers Ohr hauen, um ihnen auch den letzten Penny aus der Tasche ziehen.
Freuen sie sich also auf einen unterhaltsamen Vortrag.


Der kleine Ort Hermanus liegt nicht weit vom südlichsten Punkt Afrikas entfernt und bietet Touristen aus aller Welt Einblick in die Naturschönheit Südafrikas. Nicht weit von überteuerten Parkplätzen und unbezahlbaren Restaurants findet sich der Urlauber mit Kamera und Sonnenhut bewaffnet, an der atemberaumenden Küste des Örtchens wieder. Einzigaritige Fauna und Flora begeistern die Urlauber...!!!!

Affen kratzen sich am Po um möglichst naturnah zu wirken. Sie werden natürlich dafür bezahlt. 

Wale tummeln sich in Küstennähe und Bisamratten posen vor der Kamera. 



Sooooo...meine verehrten Damen und Herren.........wir freuen uns jetzt schon auf ihren Besuch.
Wenn sie sofort anrufen und bestellen erhalten sie 2 Tickets zum Preis von 3en.
Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet nur 14 Euro. Händypreie sind noch höher und variiren abhängig vom Anbieter. 
Einen schönen Abend wünscht ihnen ihr Stephanus-Reißen-Südafrika Team...(;

Sonntag, 18. November 2012

...(;

Ein fröhliches "NA HAI" an ALLLLLEE meine lieben Freunde in der weiten Welt...(;
Und schwupp ist wieder eine Woche vorbei...(; "Kinder wie die Zeit vergeht..." würde die Kathel sagen......und da hat sie ganz recht wir ich finde..(; Es ist schon wieder einiges zu berichten...



Da in Floyds Zimmer die Wände geschimmelt haben, hat er diese Woche mit in meinem kleinen Zimmer geschlafen...das war ein Spaß kann ich euch sagen^^ Wie die Hühner auf der Stange lagen wir zwei Nudeln da.....^^ Euuu..... und wenn man abends das Fenster nicht aufgemacht hatte, gabs am nächsten Morgen böses Erwachen...(; Ansonsten bin ich eben den alltäglichen Pflichten nachgegangen.: Schule-Kindergarten-Heim...und jeden Tag 100% Kinder...(; Ich bin wirklich von den Kindern hier und auch Kinden im allgemeinen begeistert, weil es mit ihnen einfach nie langweilig wird und weil sie einfach immer wieder die fetzigesten Ideen haben....(;
Die neue Freiwillige Anna hat sich langsam eingelebt. Sie weiß jetzt so langsam was alles zu tun ist und hat sich schon mit den Kids angefreundet...(; Es ist irgendwie schön wieder zu dritt zu sein...und auch so ist Anna ne coole Nudel...(;


Jaaaaaaaaaaaa...am Dienstag habe ich meine beiden Hausmütter zu einem Gebetstreffen gefahren...und ich hab gedacht "bevor ich jetzt hier im Auto warte geh ich doch lieber mit und schau mir das mal an". Und kaum hab ich mich versehen sitz ich auch schon in einer Gruppe von 12 lustigen Omas und Mutties die bei Kaffe und Kuchen über alle möglichen Alltagsprobleme reden und dann Zeit mit Gott verbringen. Da hab ich mich doch wirklich nichtsahnend in den örtlichen Frauenkreis verirrt....^^ Das war ein Spaß kann ich euch sagen....da hättet ihr mich mal sehen sollen als Hahn im Korb zwischen all den lustigen Mutties...^^ Naja...das war echt lustig und wir haben ne ganze Menge gelacht. Man glaubt garnicht worüber Frauen bei solchen Treffen reden...aber das ist ja ein Thema für sich...^^

Am Freitag haben Floyd und ich das erste Mal allein den Kindclub organisiert, weil irgendwie alle anderen Mitarbeiter ausgeflogen waren. Das war ne ganze Menge Arbeit aber auch viel Spaß. Groggie aber auch sonderbar zufrieden sind wir dann abends in die Heia geplumst.

Am Samstag hatten die Studenten der Bibelschule "Eagels Rising", von der ich schon immer mal geschrieben habe, Abschluss. Da waren alle MEGA feierlich angezogen, haben ihre Zeugnisse erhalten und haben und aus ihrem Leben und von ihrer Zeit in der Bibelschule erzählt. Das hat mich echt bewegt. Was diese Leute schon mit unserem wunderbaren Gott erlebt haben, haut einen echt um. Ich hab mich auch gefreut, dass Anna und Floyd mitgegangen sind, obwohl sie ja keine Christen sind. Der Same ist gesät......xD   

Heute morgen war wieder Gottesdienst und ein weiteres Mal hat Gott seine Größe offenbart. Ich finde es einfach MEGA BOMBASTISCH, dass Gott dich immer wieder neu überaschen kann. Ein Missionar aus Simbabwe  hat heute so authentisch aus seinem Leben und von seiner Arbeit berichtet, dass einem einfach der Mund offen stehen bleibt. Ich finde es beeindruckend und auch MEGA motivierend, das Menschen überall auf der Welt das Reich Gottes auf so wunderbare Weise gestalten, das man einfach nur begeistert ist. Dieser Scharze Mann hatte eine Ausstrahlung die Gottes Liebe verkündet hat, noch bevor er den Mund aufgemacht hat. Ich bin immer wieder erstaunt was Gott für wunderbare Menschen gemacht hat und wie der Heilige Geist in diesen Menschen arbeitet. Ich glaube wir Deutschen müssen uns ganz schön dahinter klemmen diese erfrischende Lebendigkeit in unsere Gottesdienst zurück zu bekommen. Gott will uns nicht nur ein bisschen und auch nicht nur Sonntags. Er will in uns ein verzehrendes Feuer entfachen...un nicht nur ein ein Flämmchen....(; Zusammen können wir dieses Feuer entfachen...(; Soooooo...mein Akku ist jetzt langsam leer. Heute abend waren wir noch in einer kleinen Gemeinde hier in der Stadt. Dort haben Hermann(Geige), Anna(Klavier) und ich(Gitarre) die Gemeinde beim Singen begleitet. Das Durchschnittsalter in diser Gemiende war (gefühlt) 112...(; Aber es hat trotzdem Spaß gemacht.



Soo.....noch schnell ein bisschen sinnloses Wissen.... 
Eine der Lehrerinnen in der Schule hat die gleiche Augen wie meine leibe Cousine Sarah Deutschmann.
Wir haben neudings Schaben in Haus, die so groß sind 2 Icebonbons. Echt ekelhaft...(;

In Liebe und voller Freude, dass es euch alle gibt verabschiedet sich euer schwarzer Freund, Sohn, Bruder, Verwandter und Kumpel ......Carsten.
Nächstes Mal gibt es wieder mehr Bilder...(;
Gott segne euch und der Heilige Geist erfülle euch...(;
Übrigens Buchtipp: Die Hütte ( Der Autor fällt mit garde nicht ein...und das Buuch liegt zu hause...^^)

Sonntag, 11. November 2012

Jetzt noch schnell ein Paar Bilder und die neusten Neuigkeiten...(;
Am Freitag war wider Kidsclub.Wir hatten MEGA viel Spaß und durften den Kids Gottes Liebe weiter geben. Man o Mann war das ein Spaß......(= Wir haben dieses Mal unter anderem eine kleine Wasserschlacht gmacht...zur Freude der kleinen und großen Kinder...(;
Das Foto muss ich euch einfach zeigen....da habe ich den guten Floyd doch noch erwischt...(;


Hier mein neuer kleiner Afro-Kumpel.......er ist jetzt 7^^

Hier mein kleiner Freud Sange beim wichtigsten aller Geschäfte. (Das oben gezeigte Bild ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet...^^)
Gute alte Jungschar-Spiele...(;


Ansonsten ist bei uns alles im Grünen...(; DAs Wetter ist immer noch warm....und Abkülung ist nicht in Sicht...(; Der Sommer ist mein Homie..(; 

Noch einiges aus der Kategorie "muss man nicht wissen, kann man aber...(;"
Alle Afrikanischen Mutties wollen uns mit ihren Töchtern verkuppeln, weil wir weiß sind und Geld haben. 
Ich habe mir eine neue Zahnbürste gekauft.
Am Wochenende hat Zenobia (4 Jahre) das erste Mal selbst Klopapier benutzt.
Milch und Bier sind hier teurer als in Deutschland. 

Naja.....ansonsten schicke ich euch liebe Grüße und wünsch euch Gottes Bombastischen SEGEN...(;
Fühlt euch umarmt.....(;

Noch eine Musikempfehlung: Jesus Culture und John Waller...(; Die machen echt fetzige Musik...(;
In ewiger Liebe euer schwarzer Freund und Bruder Carsten <3

Gott tut auch heute noch Wunder...(;


Meine Lieben Kumpels und Kumpelinnen…(;
Es ist Sonntagabend und ich habe mich in meine Decke „eingemummmelt“ um euch von meinem wirklich bewegenden Wochenende zu berichten. Gott hat an diesem Wochenende Großes an mir getan und ich will euch an meinem kleinen Wunder teilhaben lassen. Seid gespannt…(;

Am Freitag haben wir uns ins Internetcafé zurückgezogen, und ich wollte eigentlich mal wieder etwas in meinen Blog schreiben. Irgendwie wollte mir aber nichts Lustiges…oder Spannendes….oder Bewegendes einfallen. Ich war irgendwie unkreativ und hatte einfach keine Idee was euch so interessieren könnte. So hab ich einfach angefangen irgendetwas, was mir geeignet vorkam aufzuschreiben….noch ein paar schöne Bilder dazu ….und FERTIG!!! Oder…?!?!  
Naja….als ich mir im Nachhinein nochmal durchgelesen habe, was ich geschrieben hatte, ist mir aufgefallen, dass das alles der totale HUMBUK war. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder so…!!! Deswegen habe ich auch alles wieder gelöscht und bin wieder nach Hause gefahren. Ich hab mich dann gefragt, ob mein Alltag hier wirklich so langweilig ist, dass ich euch nachts daraus berichten kann??!?!
Irgendwie hatte ich aber auch die Ahnung das Gott an diesem Abend nicht wollte, dass ich euch schreibe. 

Naja...Am Samstag habe ich dann viel Zeit mit den Kids verbracht und wir haben die neue Freiwillige am Flughafen abgeholt: Anna - Lucia aus Ravensburg oder so…ist auf den ersten Eindruck eine ganz Nette(; Das war eine ganze Menge Aufregung, die ich irgendwie genossen habe. Abends haben wir dann noch gekocht und sind in unsere Betten gefallen.

Am Sonntagmorgen war es wieder einmal Zeit für den Gottesdienst. Alle zusammen sind wir mit etwas Verspätung in der Turnhalle eingetrudelt, in der der Gottesdienst stattfindet. Wie immer ging es mit einer Lobpreis und Anbetungszeit los. Und schon nach den ersten Minuten stellte sich heraus, dass Gott diesen Gottesdienst ausgesucht hatte um mich ganz besonders zu berühren. Ich werde euch jetzt ein paar ziemlich persönliche Dinge aus meinem Leben berichten, die ich lange verschwiegen habe, weil sie mir peinlich waren. Wisst ihr, ich habe lange niemanden erzählt, dass mein 2. Vorname Stephanus ist, weil es mir peinlich war….und jetzt weiß es jeder…..und ich finde es lustig…(; Naja...Gott hat es mir heute ins Herz gelegt euch zu berichten, was passiert ist. Ich bin mir nicht sicher, wie ihr das alles aufnehmt, doch ich hoffe ihr versteht mich. Ich bete, dass ihr es so versteht, dass es zum GUTEN und nicht zum Schlechten dient.                Uiiii…dann lasst uns mal anfangen…(;
Ich will euch heute wissen lassen, dass ich in meinem Leben Probleme mit Pornografie hatte. Ich habe mich daran versündigt und war mir bewusst, dass Gott traurig über mich war. Und ich kann euch sagen: ich war auch selbst traurig über mich!!! Ich hatte wirklich damit zu kämpfen…wie man ja so schön sagt: “Der Geist ist stark, aber das Fleisch ist schwach.“  Auf jeden Fall hat mich diese Sünde innerlich kaputt gemacht, auch wenn ich das nach außen hin durch meine fröhliche und offene Art immer verstecken konnte. Ich hab mich manchmal wirklich gefühlt wie der schlimmste Mensch auf Erden und war am Boden zerstört. Ich wusste, dass der Teufel an dieser dunklen Stelle meines Lebens zu viel Macht in mir hatte. Was ich dagegen getan habe? Nunja…..Ich habe viel gebetet und Gott um Rat und Vergebung gefragt. Auch in unserem Hauskreis haben wir viel darüber geredet und gebetet. Aber irgendwie bin ich aber nie wirklich frei davon geworden.
Erst als ich hier in Afrika ganz neu angefangen habe, mich auf Gott einzulassen und ihn an mir wirken zu lassen, konnte Gott mich verändern. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens…ohne Freunde…ohne Familie…ohne wirklichen Halt. Ich war wirklich schwach und innerlich gebrochen, doch Gott hat in meiner Schwäche seine unbegreifliche Größe offenbart. Er hat heute im Gottesdienst ganz persönlich von meiner Sünde freigesprochen und hat mich geheilt. Halleluja…!!!
Ich lag in der Turnhalle auf dem Boden und habe einfach nur geweint, weil ich ganz neu erfahren habe, wie groß unser wunderbarer Gott ist. Er hat mich als Sünder angenommen und hat mich zur Freiheit berufen. Gott hat mir Bilder und Prophetische Worte gegeben, die mich aufgebaut haben und die mir gezeigt haben, dass er selbst mich über alles liebt und dass bei ihm nichts, aber auch wirklich nichts unmöglich ist. In dem Gottesdienst ist noch eine ganze Menge mehr an wunderbaren Dingen passiert und der Heilige Geist hat nicht nur mich verändert. Ich bin heute gewachsen, im Glauben und in meiner Liebe zu Gott. Ich durfte heute ein Beispiel dafür werden, dass Gott gerade in deiner Schwäche seine Stärke zeigt. Ich habe heute ein wirkliches Wunder erlebt…..fetzig oder…?!?!?
Es liegt mir am Herzen, dass wir uns alle danach ausstrecken zum Wunder zu werden. Jeder auf seine ganz persönliche Art. Ich habe erfahren, dass man manchmal geduldig sein muss. Aber Gott weiß wie lange er dich warten lassen kann, bevor du zusammenbrichst. Und noch etwas: wenn DU wirklich willst, dann wird GOTT dich auch verändern. Halleluja…(;
Ich hoffe ich habe euch heute mehr motiviert als abgeschreckt. Ihr könnt wissen, dass es mir nicht leichtgefallen ist darüber so offen zu sprechen, doch ich glaube, dass Gott etwas mit meinem kleinen Zeugnis vorhat….(; In Jesu Namen...Amen…(=

In Liebe und erleichtert es ausgesprochen zu haben, euer schwarzer Bruder Carsten…(;

Freitag, 9. November 2012

Gemeindebrief...(;


Liebe Kirchgemeinde Röhrsdorf …(;
Nach nun ziemlich genau einem Monat im fernen Südafrika, will ich mich doch einmal persönlich bei meiner Gemeinde melden. Ich kann euch gleich sagen, dass ich hier schon viel zu viel erlebt habe um euch in 10 Minuten alles zu berichten, aber für eine grobe Zusammenfassung reicht es. Abgemacht..?            Naguut….Für alle die seit meinem Abflug aus Deutschland noch nichts von mir gehört haben, will ich erst einmal folgendes zur Entwarnung sagen: die Menschen hier nicht mehr den ganzen Tag im Lendenschurz unterwegs, wir müssen keine 7 km zum nächsten Brunnen laufen um Wasser zu holen, und wir schlafen auch nicht mit Löwen und Elefanten zusammen in einem Holzhaus. Das Leben hier ist eigentlich ziemlich europäisch…wenn ich das so sagen kann. Bis auf gelegentliche Strom- und Wasserausfäll und einen allgemein niedrigeren Lebensstandard ist der Alltag hier ziemlich normal. Ich habe mir 3 kleine Anhaltspunkte überlegt die ich abarbeiten will um euch einen kleinen Überblick über meine Situation hier zu geben.  

1.       Wie ist es in Südafrika?
2.       Was sind meine Aufgaben?
3.       Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus/Wie hat sie sich verändert?
4.       Was will ich euch mitgeben, wofür könnt ihr beten?

Wie es hier ist?                                                                       
Naja… Meine ersten Eindrücke nach der Landung auf dem Flughafen in Kapstadt waren: „Ach du Schreck sind hier alle schwarz…^^“ und „Mann haben die hier eine schöne Landschaft!!!“. Nachdem ich dann im Kinderdorf allen vorgestellt wurde, ging es dann für mich ab unter die Dusche und schwubb in die Heia… ich war nach meiner 2-tägigen Reise ohne wirklichen Schlaf ganz schön groggie. Tag für Tag habe ich mich dann an das Leben hier in unserem kleinen Dorf am Fuße des Sir Lowry Gebirgspasses gewöhnt. Die Kinder in unserem Heim habe ich schnell ins Herz geschlossen. Anders herum wurde ich auch schnell als großer Bruder, Spielkamerad und „Mutti für alles“ akzeptiert.  

Wie schon erwähnt ist die Landschaft hier Atemberaubend. Wir wohnen hier direkt am Gebirge und können trotzdem vom Fenster aus das in der Sonne glitzernde Meer sehen. Ich lebe hier wo andere Menschen viel Geld bezahlen um Urlaub zu machen.
Diesen „natürlichen“ Luxus kann jedoch nur von einem kleinen Teil der hier ansässigen Bevölkerung wirklich genossen werden. Ich habe das Land als ein “Land der Unterschiede“ kennengelernt. Während die Schwarzen und die "Colourds" in den Townships an der untersten Schwelle des Erträglichen täglich ums Überleben kämpfen, verstecken sich die Weißen hier in sogenannten „Estates“ um nichts von Elend, Hunger und Gewalt mitzubekommen. Reich und Arm leben hier so nah bei einander wie in Deutschland VW-Fahrer und Hundebesitzer. Du läufst wirklich keine 5 Minuten vom Township aus und stehst dann vor einer Luxusvilla, dass dir der Mund offen stehen bleibt.

Was ich hier mache?                                                                                                                                 Nun ja….mein „Arbeitstag“ beginnt morgens um 7 mit einer kleinen stillen Zeit. Um 8 gehe ich dann mit den Kindern in den Kindergarten und zur Schule. In der Schule bin ich vor allem für die etwas schwächeren Schüler zuständig und gebe Nachhilfe. Am Montag bekomme ich sogar meine erste eigene Klasse…(; Ich helfe beim Sportunterricht, darf einzelne Stunden ausgestalten und mache die Pausenaufsicht. Ansonsten bin ich für alles zuständig, dass etwas mit dem Computer zu tun hat. Ich mache die Abrechnung, schreibe Elternbriefe und erarbeite Arbeitsblätter. Die Kinder kommen übrigens alle aus dem Township, das nur einen Steinwurf von der Schule entfernt liegt. Mein Schultag endet um 2 mit der Essensausgabe. Zurück im Heim heißt es erst einmal Putzen. Wenn dann die Kinder gegen halb 4 vom Kindergarten abgeholt werden ist mein Arbeitstag offiziell vorbei. Ich kann euch jedoch sagen, dass man nie wirklich frei hat wenn man mit eine Herde von Kindern zusammenwohnt. Aber das werdet ihr ja mindestens genauso gut wissen wie ich.                       
Freitags machen wir „Kidsclub“. Zusammen mit einigen Jugendlichen aus einer Nahegelegenen Bibelschule bereiten wir Spiele, Lieder, eine Andacht und eine warme Mahlzeit vor. Dann fahren wir durch das Township und laden die Kinder ein. Im Sommer sollen bis zu 250 Kinder kommen hat man mir gesagt. Bis jetzt waren noch nicht so viele da. Es war aber immer ein riesen Spaß den Nachmittag mit den Kids zu verbringen. Man fühlt sich hier wirklich gebraucht. Beim Kidsclub sieht man was es bedeutet wirklich nichts zu haben. Die Kinder sind dreckig und haben zerrissene Anziehsachen und meist keine Schuhe an. Sie sind am ganzen Körper dreckig und stinken fürchterlich. Vor allem mit den Zähnen haben viele Probleme. Ich bin froh dass mir Gott die Liebe ins Herz gegeben hat, diese Kinder zu mögen. Ansonsten lerne ich auch gerade was es heißt sich selbst zu versorgen. Ich denke meine Mama wäre mächtig stolz wenn sie sehen könnte wie ich koche, putze und meine Wäsche mache. Nächste Woche bekommen wir Zwillinge, da werde ich dann den ganzen Tag Windeln wechseln, das wird ein Spaß sag ich euch. Da werde ich dann zum „Vollzeitpapa“ ausgebildet. Naja….Ganz wie ich es von zuhause gewöhnt bin, heißt es auch Samstags „zeitig aufstehen“. In einem der lokalen Supermärkte hier können wir Reste und abgelaufenen Produkte abholen und sie in der Gegend zu verteilen. Wir sind übrigens Floyd und ich. Daniel ist leider seit 2 Wochen nicht mehr dabei. Wer dazu mehr wissen will, kann gerne meinen Blog lesen.

Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus?
Hachjaa...Wenn ich jetzt schreibe „besser als je zuvor“ untertreibe ich noch…!!! Ich kann euch sagen, dass ich wirklich am Boden war als ich hier ankam und plötzlich ohne Freunde und Gemeinde da stand. Als dann noch kleinere Streitigkeiten mit unserer Leiterin und doch starkes Heimweh dazukamen, habe ich mich wirklich gefragt was Gott vorhat. Ich habe mich haltlos und verlassen gefühlt. In Deutschland hatte ich alles was ich mir nur wünschen konnte. Und nun stand ich da, mit weniger als nichts. Und ich kann euch sagen, dass ich mir wirklich unwohl und fehl am Platz vorkam. Doch ich durfte erfahren, dass sich Gott gerade dann offenbart wenn man wirklich ganz am Boden ist und keine andere Hilfe in Sicht ist. Ich hatte nichts und sah in Gott meinen einzigen Halt. Und ich kann euch sagen, Gott musste Wunder tun und viele Gebete erhören um mich wieder aufzurichten. Und nichts weniger hat er getan. Ich habe alles was ich nur von Gottes Liebe und seiner Größe zu spüren bekam, wie ein Schwamm in mich aufgesogen. Ich habe angefangen täglich Bibel zu lesen, stille Zeit zu machen  und mich voll und ganz nach Gott auszustrecken. Ich bin so froh, dass Gott mich auch dieses Mal aufgefangen hat, und gerade in meiner Schwäche seine Größe offenbart hat.  Natürlich habe ich immer noch Heimweh und Sehnsucht nach euch allen, es ist aber erträglich.

Was will ich euch mitgeben?   
Gott hat mich durch diesen „Wurf ins kalte Wasser“ wachgerüttelt und ich kann euch sagen dass ich das wirklich nötig hatte. Gott hat gesehen was ich brauche, und er hat mich verändert. Dass Veränderung nicht immer leicht ist, wissen wir alle. Und ich kann euch sagen: ich fühle mich jetzt besser als je zuvor. Ich wünsche euch allen auch so einen „Wachrüttler“. Ihr könnt jetzt natürlich gerne alle nach Südafrika kommen,  aber ich denke es ist auch schon genug wenn ihr euch einfach mal Zeit nehmt und über eure Beziehung zu Gott und euer Leben allgemein nachdenkt. Ich will euch dadurch jetzt nicht angreifen und mich als etwas Besseres darstellen. Doch ich denke jeder braucht manchmal Veränderung und ich bin nichts Besonderes nur weil ich diesen Schritt mit Gottes Hilfe schon gehen durfte. Ich will euch auch nicht belehren oder so, sondern nur die guten Erfahrungen die Gott mir geschenkt hat, mit euch teilen. Lebt auf in eurer Beziehung zu Gott, ladet den Heiligen Geist in euer Leben ein und lebt das was ihr Glaubt, dann könnt ihr die Welt verändern..(:

So jetzt habe ich euch schon viel zu lange abgehalten...ich hoffe es ihr seid weder persönlich angegriffen noch gelangweilt. Wer jetzt doch noch mehr erfahren will kann gerne meinen Blog lesen…(Adresse bei Theresa erfragbar.) Ihr dürft wissen dass ich meine gute alte Gemeinde im schönen Röhrsdorf immer mit in meine Gebete einschließe. Liebste Grüße sende ich euch aus dem Sonnigen Südafrika.
Gott segne euch und lasse euch zum Segen werden.
Euer schwarzer Bruder Carsten

Uiii…jetzt hab ich ganz die Gebetsanliegen vergessen:
1.       Weisheit, Verständnis, Kraft für Babara
2.       Segen für meine „Mit-Voluntäre“ und die Hausmütter
3.       Das Land Südafrika
4.       Die Kinder natürlich
5.       Und auch Ich selbst brauche viel Gebet
Danke…

PS….ich will versuchen mich ab jetzt öfter zu melden…(;

Sonntag, 4. November 2012

Neue Kumples......(:

Na Hallo ihr Lieben...(;
Heute will ich euch mal ein paar neue Freunde von mir vorstellen. Eine kleine Familie, die ganz neu in unsere Gegend gezogen ist.
Das ist Johannes. Er ist heute 12 geworden. Er isst gerne be McDonalds und hat deswegen Übergewicht. Wenn er groß ist möchte er gerne Förster werden.

Alexandra ist die warmherzige Mutter der kleinen Familie. Sie wollte heue per Anhalter  nach Kapstadt fahren hatte aber keinen Erfolg. Der kleine Racker heißt Norman. Er kann eigentlich schon seit 2 Monaten selber laufen, sagt es aber keinem, das er viel zu faul ist selber zu laufen.



Nochmal Alexandra mit ihrem Sprößling...(;





Michael ist das Oberhaupt der Familie. Er hat sich schon 4 mal auf eine Rolle bei "Unser Charlie" bewoben. Er wurde jedoch immer wieder abgelehnt. Nun hat er sich vorgenommen Geologie zu studieren,, um dann ein Vermögen mit Öl zu machen. 

Liebe Grüße von der gesamten Famiele und natürlich mir.......(; Bleibt behütet...(; In Liebe euer Carsten...(;

Noch was kleines zum Nachdenken:
"Du kannst nicht an einem Tag die ganze Welt bekehren, du solltest es aber jeden Tag versuchen...(;"

<3

Mittwoch, 31. Oktober 2012

36°C und es wird noch heißer...(;


Hallo Freunde des fröhlichen Bloglesens…(;
Während bei euch der Schnee vom Himmel fällt, fallen bei uns nur Schweißtropfen von der Stirn...(;          Bei angenehmen 32°C hab ich es mir hier in der Sonne gemütlich gemacht um mich mal wieder bei euch zu melden.

Hinter mir liegt ein mega-bombastisches Wochenende mit viel Guter Laune und neuen Erfahrungen. Am Samstag hatte Babara die Spendierhosen an und hat uns mit den Kindern und den Hausmüttern auf einen Ausflug nach Kapstadt geschickt. Das war echt Spitze. Die erste Station war die „Waterfront“, die wie immer von Touristen überfüllt war. 

In den „Company-Gardens“ bestaunten wir die Schönheit und Vielfalt der Natur und trafen „Waldemar“ das Eichhörnchen höchstpersönlich. (Kleopatra die Elster und Eulalia Hedwig Sofie, Gräfin von Eichehein Uland die Eule  hielten sich zu gut versteckt um sie zu fotografieren...^^)



Von zwei lustigen alten Omas wurde uns dann noch der „Green Peek Park“ empfohlen. Dort angekommen, fanden wie den fetzigsten Spielplatz vor, den ich je gesehen habe. Den Kindern (und auch mir^^) zur Freude verbrachten wir den Rest des Nachmittages dort.



Absolut „groggieeeeeeeeee“ ging es abends ab nach Hause und in die Heia. 
Am Sontag morgen ging es für mich und die Kids in die Kirche. Der Andacht konnte ich leider nicht so gut folgen, da Zenobia nicht mit den anderen Kindern in der Sonntagsschule gegangen war und so noch auf meinem Schoß hin und her hüpfte. 
Das war aber auch ganz lustig. Über das ganze Gesicht grinsend drehte sie sich plötzlich um, und bot mir einen „frisch gezapften“ Popel an, den sie eigentlich selber essen wollte…ein Ausdruch bester Freundschaft...(; Das hätte ihr sehen sollen, wie sie gestrahlt hat…(; Sie ist wirklich knuffig. Ich habe übrigens dankend abgelehnt…was sie aber nicht weiter gestört hat. Ich glaube das war soetwas wie ein Heiratsantrag.......romatisch...(; 
Den Sonntagnachmittag verbachten Floyd und ich in der Bibelschule. Auch das war echt schön. Wir haben Billard und südafrikanisches Monopoly gespielt und hatten jede Menge Spaß.
Die Menschen dort leben ihren Glauben sehr lebendig...........das ist niemals langweilig sag ich euch...(;
Sie sind jedoch leider ab dieser Woche auf einen "Outreach" und dannach in den Ferien.....das bedeutet ich kann sie alle erst im Januar wieder sehen.....betet bitte für sie und ihrern Einsatz...und auch für mich.....da sie mir wirklich wichtig geworden sind.


Noch etwas muss ich euch erzählen…(; Wie waren letzten Donnerstag mit Nosi im Krankenhaus in Kapstadt. Nachdem wir wieder einige Stunden in einem  von Menschen überfluteten Wartezimmer verbracht hatten, entschied ich mich einen kleinen Spaziergang durch Kapstadt zu machen. Um die Größe des Krankenhauses für euch festzuhalten, machte ich einige Fotos und ging dann zum Aufgangstor. Plötzlich geht hinter mir eine Sirene an und ein Politeiwagen brettert mir quer über die ganze Wiese hinter her. Ich stand da wie ein kleiner Junge, dem man grade sein Eis weggenommen hatte und wartete was wohl passieren würde. 2 Beamte stiegen aus. Ich dachte panisch über alles „verbotene„ nach, was ich sein meiner Ankunft hier in Südafrika verzapft hatte. Als sich dann heraus stellte, dass es nur verboten ist Bilder vom Krankenhaus zu machen, war ich fast etwas enttäuscht. Aber naja…(ich bin mir grade nicht so sicher ob ich die Situation so dramatisch schildern konnte wie sie mir vorkam, aber es war nun mal mein erster Kontakt mit der Südafrikanischen Polizei…^^)

Hier wieder einige Fakten zum "sinnlosen Wissen aus Südafrika":
Ich habe mir einen kleinen Kaktus für 13 Rand (=1,30 Euro) gekauft. Ich nenne ihn Eugen. 
Letzte Woche hatten wir 2 Tage kein Wasser.
Meine Hausmutter benutz beim Kochen KEIN Salz NIEMALS......(:
2kg Orangen kosten hiet nur umgerechnet 80 ct......das bedeutet es gibt bei mir Frühstück, Mittag, Abend Orangen...(:



Noch eine letzte Bemerkung: Hier ist jetzt schon der absolute "WeihnachtsRausch" ausgebrochen. Da geht man durch einen Supermakt der mit "Weihnachts-Kitschartikeln" vollgestopft ist, tritt dann durch die Ladentür ins Freie und hat anstatt von Schnee locker-flockige 30°C und MEGA SONNENSCHEIN. Das ist Weihnachten mal anders.

Ich merke übrigens immer wieder neu wie groß heir die Spanne zwischen ARM und REICH ist. Manche haben wirklich mehr als ALLES und andere haben weniger als NICHTS. Doch es ist uns gesagt, dass wir nicht Schätze sammeln sollen auf Erden sondern im Himmel. Gottes Wege sind unbegreiflich. Und ich merke, dass jeder Euro den wir bestitzen, zwischen uns und Gott steht. Gerade die Menschen denen es schlech geht suchen Gott und seine Liebe. Ich habe heute gelesen "...dort wo dein Reichtum ist, schlägt auch dein Herz".(irgendwo Matthäus). Ich denke gerade wir reichen Europäer sollten uns das einmal zu Herzen nehmen.

Hier noch eine Spielidee für die JG, allemüglichen Hauskriese, den Bibelkreis und alle anderen "Missionswilligen" (falls es das gibt...^^):
Das Spiel nennt sich ganz einfach "Treasure-Hunting" (=Schatzsuche). Man setzt sich in der Gruppe an einen Tisch und bittet im Gebet um ein Bild von Gott. Das Bild zeigt dir einen Menschen, der später dein persönlicher Schatz ist. Du merkst dir seine Anziehsachen...seine Frisur....und sonst alles was dir aufällt. Dann fährst du mit deiner Gruppe an einen Ort wo viele Menschen unterwegs sind (z.B. ChemnitzCenter) und suchst dort deinen "Schatz". Wenn du ihn gefunden hast, musst du einee ganze Menge Mut aufbringen....auf ihn zugehen..........und für ihn beten.....(; Wenn das erledigt ist, hast du deine Schatzsuche erfolgreich beendet(; Spaß ist garantiert und du begeisterst möglicherweise einen Menschen für Gott. Was will man mehr...?!? Probiert es aus.......(;



Liebe Freunde.......Gott segnet euch und lässte euch zum Segen werden. Mit Liebesgrüßen aus Kapstadt verabschiedet sich Carsten Stephanus Lesch (JAAAA...so heiße ich...^^) und wünscht euch eine geniale Zeit mit eurem Vater im Himmel. Bis bals ...euer schwarzer Bruder...(;

"Dein Kommn Herr ist nicht meht weit,
ich sehne jehnen Tag herbei,
Tanze und Lache - Jubelschrei
wenn wir dein Angesicht sehen!!!"
AMEN....(;